Windows 7 – 1 Monat im Einsatz

Hinweis: Dieser Artikel wurde aus meinem alten Blog übernommen. Es kann sein, dass Angaben nicht mehr aktuell oder Links und Grafiken verwaist sind. Sollte dies so sein, würde ich mich über einen Kommentar oder einen kurzen Hinweis per E-Mail (blog@internerz.de) freuen.

Nachdem ich Windows 7 nun schon einen Monat privat benutze und seit Kurzem auch auf der Arbeit einsetzen darf, möchte ich einen ersten Zwischenbericht ablegen.

1. Installation
Hier begann die Beigeisterung: zwischen PC-Neustart, der die Windows-Installation einleitete und ersten Klick auf dem Desktop vergingen gerade mal 45 Minuten. Dafür wurden knapp 8 GB Daten auf die Festplatte geschrieben.

2. Treiber
Wie ich die Prozedur bei einer Windows XP Neuinstallation gehasst habe: nachdem XP installiert war, mussten erst einmal die Treiber installiert werden. Grafikkartentreiber, damit ich aus der 800x600er Auflösung komme, Motherboard-Treiber, damit das System stabiler läuft, Sound-Treiber, damit die Piep-Töne nicht aus dem Systemlautsprecher kommen, Netzwerkartenktreiber, damit ich eine Verbindung ins Internet aufbauen kann. Um dann schlussendlich 100…

3. Updates
…zu installieren. Von großen Service Packs mal abgesehen. Klar, die gibt es bei dem jungen Betriebssystem noch nicht. Die ersten 10-12 Updates waren insg. ca. 50 MB groß und beinhielten u.a. weitere Treiber für meinen Rechner. Man könnte fast sagen: “Vorbildlich!”

4. Die ersten Schritte
Klar, da ich den Release Candidate zwar heruntergeladen hatte, aber nicht installiert habe, war mir die neue Oberfläche nur von Videos und aus Zeitschriften bekannt. Auf den ersten Blick denkt man zu Recht an Windows Vista. Aber Windows 7 kann mehr. Es sieht hübscher aus und ist zu XP gar kein Vergleich.
Mir gefiel irgendwie kein mitgeliertes Design, also war das das erste, was ich gemacht habe: herumspielen mit den Farbreglern, neue Hintergrundbilder und Widgets auf den Desktop gepackt. Das Ergebnis sieht so aus:

Anfangs ist man nach über 7 Jahren XP-Nutzer und -Liebhaber versucht, alles wie auf seinem alten System aussehen zu lassen. Aber man gewöhnt sich schnell an die neue Taskleiste und ans Systray, das jetzt offiziell “Infobereich” heisst.

Nur von der alten Ordnung “Eigene Dateien – Arbeitesplatz – Papierkorb – Netzwerkumgebung” konnte ich mich nicht trennen. Außerdem habe ich ein wenig Mist gebaut, was die “Eigenen Dateien” (Dokumente) angeht: da ich eine eigene Festplatte für solche wichtigen Dateien habe, wollte ich die wichtigen Dateien aus den Standardordnern dorthin verschieben. Das Problem ist nur, dass es jetzt nicht mehr nur noch den Ordner “Eigene Dateien” gibt, den ich einfach verschiebe. In meinem User-Ordner liegen die Downloads, Bilder, Dokumente, Musik und Videos.

Dank der Bibliotheken kann man die Ordner aber nach belieben zu z.B. der “Musik” hinzufügen. Der Ordner unter C:\Users\Username\Music bleibt jetzt halt leer und liegt unter Dokumente\Eigene Musik. Etwas unglücklich, denn Dokumente sind ja nicht wirklich die Eigenen Dateien.

5. Was nicht läuft
Leider gibt es von meiner hama W-LAN PCI-Card keinen Windows 7 64bit Treiber. Ich hatte auf den Treiber für Vista 64 zurückgegriffen, der zwar auch läuft, aber irgendwie auch nicht läuft. Die Verbindung wird hergestellt, aber alle 1:10min. habe ich einen “Lag” – besonders gut in Online-Spielen zu beobachten. Da musste ich zum guten, alten Kabel zurückgreifen. Der hama-Support hat aber auch schon eine E-Mail von mir bekommen, mal sehen, was sich da noch ergibt.
Ansonsten gibt es eigentlich wenig, was ich schmerzlich vermisse, was nicht ersetzbar war. Statt meinem eingestaubten Office 2000 benutze ich nun endgültig (auf PC und Laptop) OpenOffice. Und statt Nero 6 (es gibt mittlerweile 9!) CDBurnerXP. Statt ZoneAlarm, die es bisher noch nicht geschafft haben, eine funktionierende Version für Windows 7 zu entwickeln, die Windows-Firewall. Statt PowerDVD nun endgültig den VLC Media Player.

Es ist halt meist die Gewohnheit und die Lizenz, die einen auf so alten und teilweise schlechten Programmen sitzen lässt.

Einzig die mangelhafte Unterstützung meiner Tastatur (Microsoft Sidewinder x6) von WinAmp nervt ein wenig. Vorher konnte ich bequem mit den Play- und Skip-Tasten arbeiten, jetzt will mein WinAmp diese Tasten nicht mehr kennen – jedenfalls nicht dann, wenn mein WinAmp nicht gerade im Vordergrund geöffnet ist. Und bis ich WinAmp geöffnet habe, kann ich auch per Mausklick skippen. Im Windows Media Player klappt es hingegen einwandfrei. Wohl eher ein WinAmp-Problem. ;-)
Ein allgemeines Problem ist aber die Lautstärkeregelung über das Tastaturrad: 1. Zeitverzögert und dadurch 2. nicht mehr einfach zu handhaben. Drehe ich, weiß ich nicht, ob ich dadurch den Ton nun komplett ausgemacht habe oder doch nur wie gewollt leiser. Meckern auf hohem Niveau.

6. Die Zukunft
Ja gut. Alle Erwartungen wurden von Windows 7 erfüllt oder übertroffen. Eigentlich erwarte ich nichts für die Zukunft. 2011 kommt Windows 8. 2010 voraussichtlich das erste Service Pack. Ich hätte gerne wieder W-LAN. Aber das ist ja kein generelles sondern ein spezielles Problem. Ein oller Stick würde es wohl auch tun.
In der Zwischenzeit freue ich mich, dass ich meinen PC einfach benutzen kann, ohne groß an irgendwelchen Einstellungen tweaken zu müssen. So wie er läuft, bin ich zufrieden. Es wäre auch wohl bald mal Zeit, den PC wieder zu zuschrauben. Er ist schon seit über einem Jahr geöffnet, weil ich eigentlich schon immer mal die Festplatten ausbauen wollte. Aber das mache ich nächstes Wochenende. Seit den letzten 52 Wochenenden.

PS: Beste Neuerung überhaupt… Strg+Shift+N = Neuer Ordner! :)

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Über Benjamin Strilziw

Benjamin Strilziw ist der internerz und schreibt über Fotografie, Webentwicklung und das Web im Jahre 2011. Folge ihm auf Twitter oder Facebook.

27. November 2009 von Benjamin Strilziw
Kategorien: Windows 7 | Schlagwörter: | 2 Kommentare

Kommentare (2)

  1. Hallo,

    schöne Beschreibung. Besonders der Tei mit der ganzen Software die über Bordd geht. Teste auch mal Office 2010. Outllok gefällt mir prima!

    gruß

    Jan

    • Das Schöne ist ja, dass nahezu jede Software, die ich unter XP benutzt habe, auch unter Windows 7 funktioniert. Anfangs hatte ich mir schon Sorgen gemacht, ob ich nicht Probleme mit 64 bit bekomme, aber es läuft eigentlich alles zu meiner Zufriedenheit – inkl. 0,75 GB mehr Arbeitsspeicher. :)

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